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Joan Baez - kraftvoller als je zuvor
Ein Zeitungsartikel machte mich neugierig auf die „neue“ Joan Baez, die der alten nicht mehr ganz zu gleichen schien. Jahrzehnte ist es her, dass sie
mich in ihren Konzerten in Wien und Bremen restlos begeisterte. Ihre Lieder und ihre persönliche Einstellung tat es schon lange davor.
Die Veranstalter in Graz ließen uns lange warten, es gab ein umfangreiches Vorkonzert, nicht von jedem erwartet und begrüßt. Aber nun tänzelte sie
herein, fröhlich und strahlend, und riss die Massen schon in den ersten Minuten in ihren Bann.
Schrieb sie in den letzten Jahren auch nicht selbst, so waren doch die ausgewählten Lieder voll auf ihrer Linie, und sie sangen nach wie vor vom Frieden.
Mit der finnischen Hymne, die Joan umgetextet hatte, breitete sich dieser Friede still in den Kasematten aus, wohl in jedem, der hier anwesend war, und sandte seine Schwingungen hinaus in die Welt.
Joan lebt zwischen ihren Tourneen zurückgezogen in der Nähe von San Francisco, mit ihren Eltern, die jedenfalls glücklich sein können dafür. Aber
was bedeutet das? In dieser Zeit reift sie weiter, wird immer kraftvoller in ihrem Ausdruck, in ihrer Botschaft für die Welt, die immer noch FRIEDE heißt, und sich der Kleinen, Minderbemittelten annimmt.
Eingebettet in alte Volkslieder und ausdrucksstarke Lieder gibt Joan tiefe Sehnsüchte und Wahrheiten weiter, die alle bewegen.
Alle Kinder Abrahams werden in Jerusalem eines Tages die Waffen niederlegen. Nicht nur ein Traum!
Wie auch ich begriffen habe - durch Yogameditation und Übungen bin ich Gott und den Menschen um ein Vielfaches näher gekommen - braucht es
nicht große äußere Proteste und Demonstrationen, jeder Gedanke, jedes Wort, jede Tat sendet Schwingungen aus, die sich in unserem ganzen Universum ausbreiten. Viel zu wenig ist uns das bewusst.
In Joans Konzert hat mich dieses Wissen wieder voll überwältigt. Lange konnte ich den Platz nicht verlassen, saß da und meditierte mit einer
inneren Ruhe wie schon lange nicht. Der ganze Körper vibrierte noch nach von dieser enormen Energie.
Und batest du in „Washington Christmas“ Martin Luther King, Mahatma Gandhi und Joe Hill wieder zu kommen, weil wir sie brauchen, batest, sie
sollten Jesus, falls er ihnen begegnen würde, zur Mithilfe bewegen - Was sollte er lieber tun? - so kann ich nur danken, dass es ja dich noch hier gibt. "And may you stay forever young."
18.7.2004 Ingrid Maria Linhart
Inzwischen WAR ich in Israel, und habe erlebt, wie viele Menschen in Jerusalem DIE Stadt des Friedens sehen! Die Kraft unserer Gedanken und Gebete wird wird es möglich machen.
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